Modell-Vergleiche · Eigene Hardware
Lokale KI-Modelle: Was auf welcher Hardware läuft
154 Sprachmodelle mit offenen Gewichten, eingeordnet nach der Grafikkarte oder dem Server, den du hast oder planst. Werte von Artificial Analysis, Hardware-Einordnung per Faustformel, Token/s auf einer RTX 3090 gemessen.
- 154 Basismodelle
- 190 Open-Weight-Einträge bei AA
- 7 Hardware-Klassen, 16 GB bis 8× B300
- 18 Empfehlungen
Diagramm und Tabelle
Das Diagramm zeigt die relevanten Modelle nach Leistung und Parameterzahl für die gewählte Hardware-Klasse. Die vollständige Tabelle mit allen 154 Modellen, Filtern und Suche klappst du darunter auf.
Die interaktive Tabelle mit allen 154 Modellen lädt gerade. Falls sie nicht erscheint, hier die 18 Empfehlungen als Stand vom 2026-09-02:
| Modell | Hersteller | Parameter | KI-Index | Kleinste Klasse | Lizenz |
|---|---|---|---|---|---|
| GLM-5.3 | Z AI | 753 Mrd. / 40 aktiv | 60 | 8× B200 (Läuft) | GLM-5.3 License |
| Kimi K3 | Kimi | 2,8 Bio. / 104 aktiv | 60 | 8× B300 (Läuft) | Kimi K3 License |
| GLM-5.3-Flash | Z AI | 320 Mrd. / 18 aktiv | 57 | 192 GB (Knapp) | Mit |
| Qwen3.8-Flash-Next | Alibaba | 180 Mrd. / 6,0 aktiv | 56 | 128 GB Unified (Läuft) | Qwen Community License 1.0 |
| DeepSeek V4 Pro 0813 | DeepSeek | 1,6 Bio. / 49 aktiv | 53 | 8× B200 (Läuft) | Mit |
| Qwen3.8 27B | Alibaba | 27 Mrd. | 52 | 16 GB (Knapp) | Apache 2.0 |
| Gemma 4 31B | 31 Mrd. | 30 | 24 GB (Läuft) | Apache 2.0 | |
| Mistral Medium 3.5 | Mistral | 128 Mrd. | 30 | 96 GB (Läuft) | Modified MIT License |
| Gemma 4 26B A4B | 25 Mrd. / 3,8 aktiv | 26 | 16 GB (Knapp) | Apache 2.0 | |
| Nemotron 3 Super 120B A12B | NVIDIA | 121 Mrd. / 13 aktiv | 26 | 96 GB (Läuft) | Nvidia Nemotron Open Model License |
| gpt-oss-120b | OpenAI | 117 Mrd. / 5,1 aktiv | 24 | 96 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
| Granite 4.2 30B | IBM | 30 Mrd. | 24 | 24 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
| Qwen3.5 9B | Alibaba | 9,7 Mrd. | 22 | 16 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
| Granite 4.2 8B | IBM | 8,0 Mrd. | 20 | 16 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
| Mistral Small 4 | Mistral | 119 Mrd. / 6,5 aktiv | 20 | 96 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
| Qwen3.5 4B | Alibaba | 4,7 Mrd. | 20 | 16 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
| Devstral Small 2 | Mistral | 24 Mrd. | 18 | 16 GB (Knapp) | Apache 2.0 |
| gpt-oss-20b | OpenAI | 21 Mrd. / 3,6 aktiv | 15 | 16 GB (Läuft) | Apache 2.0 |
Zum Nachlesen
Die folgenden Abschnitte erklären, wie die Werte zustande kommen, was die Hardware-Klassen kosten und wann sich eigene Hardware rechnet. Sie sind zugeklappt. Aufklappen nur bei Interesse, für die Tabelle oben braucht es sie nicht.
So liest du die TabelleVier Dinge reichen, um die Tabelle zu nutzen. Alles Weitere steht in der Methodik.
1. Klasse wählen
Oben in der Tabelle stehen sieben Hardware-Klassen. Wähle die, die zu deiner Karte passt. Die Spalte „Auf …“ und die Token/s beziehen sich immer auf die gewählte Klasse.
2. Das Urteil
Läuft Gewichte plus Reserve für Kontext passen in den Speicher. Knapp Die Gewichte passen, für den Kontext bleibt wenig. Offload Nur bei Mixture-of-Experts-Modellen: Die aktiven Experten sitzen auf der GPU, der Rest im Arbeitsspeicher, deutlich langsamer. Passt nicht Auch mit Arbeitsspeicher nicht.
3. Token/s
„Geschätzt“ ist eine Faustformel aus Speicherbandbreite und aktiven Parametern. „Gemessen“ ist ein echter Lauf auf unserer RTX 3090; der Messwert verdrängt die Schätzung.
4. Die Indizes
KI-Index, Coding und Agentic stammen von Artificial Analysis (AA Intelligence Index v4.1.1). Sie gelten für die gehostete Vollpräzision. Lokal quantisiert liegt ein Modell etwas darunter.
Gruppiert ist die Tabelle nach der kleinsten Klasse, in der ein Modell läuft. Wer eine 24-GB-Karte hat, sieht also unter „Bis 16 GB“ und „Ab 24 GB“ alles, was infrage kommt.
Die sieben Hardware-KlassenVom Gaming-PC bis zum Rechenzentrums-Node. Die Bandbreite entscheidet über das Tempo, der Speicher darüber, ob ein Modell überhaupt lädt.
| Klasse | Speicher | Art | Beispielgeräte (Bandbreite) | Kosten (Größenordnung, Stand 2026-09) | Strom unter Last | Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 16 GB | 16 GB | Grafikkarte | RTX 5070 Ti (896 GB/s), RTX 4080 Super (736 GB/s), RTX 5060 Ti 16 GB (448 GB/s) | 450–1.000 € (RTX 5060 Ti 16 GB bis RTX 5070 Ti / 4080 Super) | 250 W | Gaming-PC oder Workstation-Laptop. Offload mit 32 GB RAM angenommen |
| 24 GB | 24 GB | Grafikkarte | RTX 3090 (936 GB/s), RTX 4090 (1008 GB/s) | 800–2.000 € (gebrauchte RTX 3090 bis RTX 4090) | 400 W | Die Klasse, auf der wir selbst messen (RTX 3090). Offload mit 64 GB RAM angenommen |
| 96 GB | 96 GB | Grafikkarte | RTX PRO 6000 Blackwell (1792 GB/s) | 8.000–10.000 € (RTX PRO 6000 Blackwell, Karte allein) Miete 999 €/Monat (KI-Server S) | 600 W | Ein Server-Slot, eine Karte. Offload mit 128 GB RAM angenommen. Eine Karte im KI-Server S; mit zwei Karten siehe Klasse 192 GB.. KI-Server S (AuxData) |
| 128 GB Unified | 128 GB | Unified Memory | NVIDIA DGX Spark (273 GB/s), Mac Studio M4 Max 128 GB (546 GB/s), Ryzen AI Max+ 395 (Strix Halo) (256 GB/s) | 2.000–5.000 € (Strix-Halo-Mini-PC bis Mac Studio / DGX Spark, komplettes Gerät) | 150 W | Viel Speicher, aber deutlich weniger Bandbreite als eine diskrete GPU |
| 192 GB | 192 GB | Grafikkarte | 2× RTX PRO 6000 Blackwell (1792 GB/s) | 16.000–20.000 € (zwei RTX PRO 6000 Blackwell, Karten allein) Miete 1.620 €/Monat (KI-Server S Plus) | 1,2 kW | Zwei Server-Slots, zwei Karten. Offload mit 128 GB RAM angenommen. Zwei Karten im KI-Server S Plus (Kutzschbach Electronic).. KI-Server S Plus (AuxData) |
| 8× B200 | 1,44 TB | Rechenzentrums-Node | DGX B200 (8× 180 GB HBM3e) (8000 GB/s) | ca. 450.000 € (DGX B200, kompletter Node) | 14,0 kW | Rechenzentrums-Node, Tensor-Parallel über 8 GPUs |
| 8× B300 | 2,30 TB | Rechenzentrums-Node | DGX B300 (8× 288 GB HBM3e) (8000 GB/s) | ca. 550.000 € (DGX B300, kompletter Node, Größenordnung) | 14,0 kW | Rechenzentrums-Node der Blackwell-Ultra-Generation |
Die 96-GB-Klasse entspricht dem KI-Server S mit einer RTX PRO 6000 Blackwell, die 192-GB-Klasse dem KI-Server S Plus mit zwei Karten. Beide bieten wir mit unserem Partner Kutzschbach Electronic als Miete an. Der Sprung auf 192 GB bringt vor allem die großen Mixture-of-Experts-Modelle um 180 bis 320 Mrd. Parameter ohne Offload auf die Karten, mit GPU-Bandbreite statt Unified Memory.
Unified Memory (DGX Spark, Mac Studio, Strix Halo) hat viel Speicher, aber nur ein Viertel bis die Hälfte der Bandbreite einer RTX 3090. Große Modelle laden dort, antworten aber langsam. Für die Node-Klassen rechnen wir mit der Bandbreite einer einzelnen GPU: Bei Tensor-Parallelität skaliert der Einzelstrom nicht mit der Anzahl der Karten, der Durchsatz über viele Nutzer schon.
Was kostet KI für dein Team?SaaS-Sitze, API oder ein gemieteter KI-Server bei uns: für deine Personenzahl und Nutzung, mit Kapazitätsprüfung.
Der Rechner lädt gerade. Falls er nicht erscheint: Die Formel steht in der Methodik, die Kosten je Klasse in der Tabelle der Hardware-Klassen.
Was der Rechner nicht abbildet: Personal für Betrieb und Einführung, Ausfallzeiten, Schulung. Und den Grund, der meist den Ausschlag gibt: Bei der Miete bei uns bleiben die Daten im Haus.
Leistung richtig lesenZwei verschiedene Fragen: Wie gut ist das Modell, und wie schnell läuft es bei mir.
Wie gut: die Indizes
Der KI-Index von Artificial Analysis fasst neun Tests zusammen, darunter GPQA Diamond, Humanity’s Last Exam, SciCode, Terminal-Bench und agentische Aufgaben. Coding und Agentic sind Teilindizes daraus. Gemessen wird an den API-Versionen der Anbieter in voller Präzision. Ein Q4-quantisiertes Modell auf der eigenen Karte liegt typischerweise ein bis drei Punkte darunter, bei sehr kleinen Modellen auch mehr. Für die Reihenfolge in der Tabelle spielt das keine Rolle, für die absolute Erwartung schon.
Reasoning kostet Zeit
Viele Modelle gibt es als Reasoning- und Non-Reasoning-Variante mit denselben Gewichten. Der höhere Index der Reasoning-Variante wird mit langen Denkphasen erkauft: Bei 30 Token/s dauert eine Antwort mit 2.000 Denk-Token über eine Minute, bevor der erste sichtbare Satz kommt. In der Tabelle steht die Variante mit dem höchsten Index; die anderen sind unter „Varianten“ aufgeführt.
Wie schnell: Bandbreite, nicht Rechenleistung
Beim Generieren liest die Karte für jeden Token alle aktiven Gewichte einmal aus dem Speicher. Deshalb bestimmt die Speicherbandbreite das Tempo, und deshalb sind Mixture-of-Experts-Modelle so schnell: gpt-oss-120b hat 117 Mrd. Parameter, liest pro Token aber nur 5,1 Mrd. Ein dichtes 27B-Modell liest 27 Mrd. und ist entsprechend langsamer, obwohl es kleiner ist.
Kontext frisst Speicher
Die Reserve in unserer Formel deckt etwa 16.000 Token Kontext ab. Wer regelmäßig 100.000 Token verarbeitet, braucht je nach Architektur mehrere Gigabyte zusätzlich. Ein Modell, das als „Knapp“ eingestuft ist, läuft dann nur mit kleinem Kontext.
MethodikAlles, was hier steht, ist nachrechenbar. Die Konstanten stehen in einer Konfigurationsdatei und werden bei jeder Aktualisierung mit ausgeliefert.
Datenquelle
Modellwerte, Parameterzahlen, Lizenzen und Kontextlängen stammen vom Leaderboard von Artificial Analysis, Stand 2026-09-02. Wir übernehmen alle Modelle mit offenen Gewichten, die dort nicht als veraltet markiert sind (190 Einträge), und fassen Varianten mit denselben Gewichten zu einem Basismodell zusammen (154 Basismodelle). Die Zuordnung zu Regionen folgt dem Sitz des Herstellers laut AA. Lizenzen sortieren wir in drei Klassen: frei (Apache 2.0, MIT, BSD, OpenMDW), bedingt (Community-Lizenzen mit Auflagen, etwa von Meta, Alibaba, Google und NVIDIA) und nicht kommerziell.
Speicherbedarf
Größe = Parameter (Mrd.) × Byte je ParameterPasst = Größe(Q4) × Reserve ≤ Speicher der KlasseByte je Parameter nach Quantisierung: Q4 ≈ 0,58, Q8 ≈ 1,06, FP8 = 1,0, BF16 = 2,0. Der Q4-Wert liegt bewusst etwas unter den 0,60 bis 0,65, die wir an echten GGUF-Dateien messen; die Reserve von 15 Prozent gleicht das aus und deckt KV-Cache und Laufzeitumgebung bei rund 16.000 Token Kontext ab. Für Rechenzentrums-Nodes prüfen wir zuerst FP8, dann 4 Bit. Offload gilt nur für Mixture-of-Experts-Modelle, wenn die aktiven Parameter in den GPU-Speicher passen und die gesamten Gewichte in GPU plus Arbeitsspeicher.
Token/s
Token/s ≈ Bandbreite (GB/s) ÷ (aktive Parameter × Byte je Parameter + Overhead) × WirkungsgradDie Bandbreite ist die Herstellerangabe der jeweiligen Karte, der Overhead ein fester Anteil pro Token, der Wirkungsgrad ein Erfahrungswert je Klasse. Bei Offload rechnen wir mit der Bandbreite des Arbeitsspeichers. Die Spanne in der Tabelle ergibt sich aus den Geräten einer Klasse. Alle Werte sind auf 5 gerundet, unter 10 auf 1.
| bytesPerParam | Q4 0,58 · Q8 1,06 · FP8 1,0 · BF16 2,0 Byte je Parameter |
| reserveFactor | 1,15 (KV-Cache und Laufzeit bei rund 16.384 Token Kontext) |
| overheadGB | 2,0 GB fester Anteil je Token in der Tempo-Formel |
| eff | GPU 0,70 · Unified 0,55 · Node 0,50 (auf die Bandbreite einer GPU) · Offload 0,50 |
| sysRamBandwidthGBs | 80 GB/s Arbeitsspeicher (DDR5 Dual-Channel) für den Offload-Fall |
| nodePrecisionOrder | FP8, dann Q4 für 8-GPU-Nodes |
Stand der Konstanten: 2026-09-02. Datei: llm-uebersicht/daten/lokale-modelle-hardware.json.
Kosten im Rechner „Was kostet KI für dein Team?“
SaaS/Monat = Personen × SitzpreisAPI/Monat = Personen × Ausgabe-Token je Person × (Eingabepreis × 3 + Ausgabepreis) je Mio. TokenMiete/Monat = Hardware-Miete + Paket + Einrichtung ÷ 36 + StromStunden = Personen × Ausgabe-Token je Person ÷ (Token/s Einzelstrom × Batching-Faktor) ÷ 3600Stufen nach Personenzahl: bis 50 Personen KI-Server S (999 €) + Paket S (990 €), bis 100 Personen KI-Server S Plus (1620 €) + Paket M (1790 €), darüber individuell; Preise je Monat, UVP zzgl. MwSt., Mindestlaufzeit 36 Monate, aus dem AuxData-Angebot. Einrichtung 9900 € auf 36 Monate umgelegt, abschaltbar. Digitalbonus Bayern: 50 % auf Einrichtung und die ersten 18 Paketmonate (max. förderfähige Laufzeit), auf 36 Monate umgelegt; Hardware im KI-Bereich nicht förderfähig. Sitzpreis Standard 28 € je Person und Monat (Listenpreis je Nutzer und Monat, z. B. ChatGPT Team oder Microsoft 365 Copilot (Stand Mitte 2026, ändert sich)), im Rechner änderbar. Nutzung je Person und Monat in Ausgabe-Token: leicht 200.000, mittel 1 Mio., intensiv 3 Mio., sehr intensiv 10 Mio.. API-Preis mit Token-Mischung 3:1 (Eingabe zu Ausgabe), Dollar als Euro. Kapazität: Token/s des Modells in der Klasse (Messwert, sonst Schätzmitte) × Batching-Faktor 4 als Faustwert für mehrere gleichzeitige Nutzer, gleichzeitig aktiv angenommen 10 % der Personen, Monat mit 720 Stunden. Strompreis 0,30 €/kWh mit der Leistungsaufnahme der Klasse.
Messungen
Gemessen wird auf einer RTX 3090 (24 GB, Ampere, kein FP8) mit LM Studio und Ollama, jeweils Q4-Quantisierung, 16.000 bis 32.000 Token Kontext, ein Warmup-Lauf und danach zwei Läufe mit festem Prompt und 256 Ausgabe-Token, davon der Median. Token/s bezieht sich auf die Generierung, die Zeit bis zum ersten Token steht daneben. Die CPU des Messrechners ist wegen eines Kühlproblems auf 50 Prozent gedrosselt; Offload-Messungen sind dadurch eher zu langsam als zu schnell. Messwerte dienen auch dazu, den Wirkungsgrad der Formel nachzustellen.
Grenzen
Die Formel kennt die Architektur nicht: Modelle mit vielen KV-Heads oder ohne Grouped-Query-Attention brauchen für denselben Kontext mehr Speicher als angenommen. Quantisierungen unterscheiden sich in Qualität und Größe (Q4_K_M, IQ4_XS, MXFP4, AWQ), wir rechnen mit einem Mittelwert. Laufzeitumgebungen (llama.cpp, vLLM, MLX) liegen bei gleicher Hardware um 20 bis 30 Prozent auseinander. Und AA misst Reasoning-Modelle mit der jeweils höchsten Denkstufe; wer lokal mit niedriger Stufe arbeitet, bekommt den Index der entsprechenden Variante.
Souveränität und DSGVOOffene Gewichte auf eigener Hardware sind der direkteste Weg, KI ohne Datenabfluss zu betreiben.
Ein Modell, das auf einem eigenen Server läuft, schickt keine Daten an einen Anbieter. Damit entfallen Auftragsverarbeitung, Drittlandtransfer und die Frage, ob ein US-Anbieter nach dem CLOUD Act herausgeben muss. Übrig bleibt die Lizenzfrage: Apache 2.0 und MIT erlauben den kommerziellen Betrieb ohne Auflagen, Community-Lizenzen haben Nutzergrenzen oder Namensregeln, nicht kommerzielle Lizenzen scheiden für Unternehmen aus. Die Tabelle zeigt die Klasse, den genauen Lizenznamen beim Überfahren.
Wie das in der Praxis aussieht, steht an drei Stellen: In der KI-Modelle-Übersicht ist „Open-Weight selbst in der EU hosten“ einer von drei Wegen zur DSGVO-Konformität. Unter Lokale KI / On-Prem steht, was ein betriebsfertiger Server mit 96 oder 192 GB kostet. Und im Selbstlernkurs Lokale KI richtest du Ollama oder LM Studio in neun Stufen selbst ein.
Glossar
- Open-Weight
- Die trainierten Gewichte sind herunterladbar. Das ist nicht dasselbe wie Open Source: Trainingsdaten und Code fehlen meist, und die Lizenz kann den Einsatz einschränken.
- Parameter, aktive Parameter
- Parameter sind die Gewichte des Modells in Milliarden. Bei Mixture-of-Experts-Modellen (MoE) wird pro Token nur ein Teil davon gelesen, die aktiven Parameter. Sie bestimmen das Tempo, die Gesamtzahl den Speicherbedarf.
- Quantisierung
- Gewichte werden mit weniger Bit gespeichert. Q4 braucht etwa ein Viertel des Platzes von BF16 und verliert wenig Qualität; Q8 und FP8 liegen dazwischen. GGUF ist das übliche Dateiformat für llama.cpp, LM Studio und Ollama.
- VRAM, Unified Memory
- VRAM ist der Speicher auf der Grafikkarte. Unified Memory teilen sich CPU und GPU (Apple Silicon, DGX Spark, Strix Halo): mehr Platz, weniger Bandbreite.
- KV-Cache, Kontext
- Der Kontext ist die Textmenge, die das Modell gleichzeitig im Blick hat. Dafür hält es pro Token Zwischenwerte im KV-Cache, der mit der Kontextlänge wächst und Speicher neben den Gewichten braucht.
- Offload
- Teile des Modells liegen im Arbeitsspeicher statt auf der GPU. Bei MoE-Modellen kann das brauchbar sein, weil pro Token nur wenige Experten gelesen werden; bei dichten Modellen wird es sehr langsam.
- Token/s, TTFT
- Token pro Sekunde beim Generieren; ein deutsches Wort sind etwa 1,5 Token. TTFT ist die Zeit bis zum ersten Token, also die gefühlte Wartezeit.
- KI-Index
- Der Artificial Analysis Intelligence Index, Skala etwa 0 bis 65, aus neun Tests. Coding- und Agentic-Index sind Teilwerte.
Häufige Fragen
Reicht eine Grafikkarte mit 16 GB?
Für Modelle bis etwa 27 Mrd. Parameter in Q4 ja, mit kleinem Kontext. Bequem wird es ab 24 GB. Wer Modelle über 100 Mrd. Parameter ohne Offload betreiben will, braucht die 96-GB-Klasse oder ein Gerät mit Unified Memory.
Was bedeutet „Offload“ in der Tabelle?
Das Modell passt nicht komplett auf die Grafikkarte. Bei Mixture-of-Experts-Modellen liegen die aktiven Experten auf der GPU und der Rest im Arbeitsspeicher. Das läuft, aber mit einem Bruchteil des Tempos, weil der Arbeitsspeicher zehnmal langsamer ist als der Grafikspeicher.
Warum weicht der Index lokal von der Tabelle ab?
Artificial Analysis misst die API-Version in voller Präzision und bei Reasoning-Modellen mit der höchsten Denkstufe. Lokal läuft meist Q4 mit niedrigerer Denkstufe, das kostet einige Punkte. Die Reihenfolge der Modelle bleibt trotzdem aussagekräftig.
Welche Hardware ist für ein Unternehmen sinnvoll?
Für bis zu 50 gleichzeitige Nutzer mit Modellen bis 120 Mrd. Parameter reicht eine RTX PRO 6000 mit 96 GB. Das ist die Klasse, die wir als KI-Server S anbieten. Wer die großen Mixture-of-Experts-Modelle wie Qwen3.8-Flash-Next ohne Offload will, nimmt die 192-GB-Klasse, den KI-Server S Plus mit zwei Karten. Modelle der 8-GPU-Klasse (GLM-5.3, DeepSeek V4 Pro, Kimi K3) sind Rechenzentrumsthemen und lohnen sich erst bei mehreren hundert Nutzern.
Eigene KI, eigene Daten, eigenes Haus
Wir beraten, welche Modelle zu deinem Einsatz passen, und liefern mit unserem Partner den passenden Server. Erstgespräch kostenlos.
Gespräch anfragen KI-Server ansehenModellwerte: Artificial Analysis, Stand 2026-09-02 (AA Intelligence Index v4.1.1). Hardware-Einordnung: eigene Faustformel, Stand 2026-09-02. Messungen: RTX 3090, eigene Läufe. Keine Gewähr für die Angaben der Hersteller; Bandbreiten sind Herstellerangaben.