Bedienen · A9 · 7 Stufen

Nachrichten und Meine Wirkung

Mitteilungen des Betreibers lesen — und die Wirkungszahlen des Cockpits richtig einordnen.

Was du in diesem Tutorial tust

Zwei Bereiche, die seit Handbuchversion 2.4.1 im Cockpit stehen: das Nachrichtenpostfach und die Seite „Meine Wirkung“. Das Postfach ist schnell erklärt. Die Wirkungsseite braucht mehr Sorgfalt, denn sie zeigt eine Schätzung, keine Messung. Wer das nicht weiß, zieht aus der Zahl falsche Schlüsse.

Du lernst, wie die Stundenzahl zustande kommt, welcher Faktor sie je Organisation skaliert, was ausdrücklich nicht mitzählt und wer die Zahlen sehen kann. Voraussetzung: A1.

✎ Bevor du startest — dein Übungsplatz: Die Übungen in diesem Tutorial gehören nicht an echte Vorgänge. Frag deine Administratorin oder deinen Administrator nach einem Übungsagenten: ein Agent, in dem du Chats, Dateien und Einstellungen gefahrlos ausprobieren darfst und in dem nichts kaputtgeht. In den Lehrvideos dieser Akademie ist das der Agent „Akademie-Demo“. Überall, wo unten dein Übungsagent steht, ist dieser Agent gemeint.
Kapitel 10: Nachrichten und „Meine Wirkung"
Erklärvideo nach dem AuxData-Handbuch (Stand September 2026), mit fiktiven Beispieldaten. Die Sprechstimme ist KI-generiert. Untertitel lassen sich im Player zuschalten, den gesprochenen Text findest du darunter als Transkript.
Transkript des Videos

Dieses Kapitel erklärt zwei Bereiche aus dem AuxData-Benutzerhandbuch: Nachrichten und Meine Wirkung. Wir verwenden Lehrgrafiken und fiktive Beispiele. Ziel ist, Hinweise zuverlässig zu bearbeiten und die angezeigte Zeitersparnis richtig einzuordnen. Eine Zahl auf dem Bildschirm braucht immer einen klaren Bezug: Zeitraum, Zählweise und Bedeutung.

Ungelesene Mitteilungen können im Cockpit als Banner erscheinen. Das Handbuch beschreibt Betreff, Absender und eine kurze Vorschau. Öffnen führt zur Nachrichtenübersicht. Gelesen setzt dagegen die entsprechende Markierung. Diese beiden Aktionen haben unterschiedliche Wirkungen. Ein geöffnetes Banner ist deshalb nicht automatisch als erledigt oder gelesen markiert.

Über das Anwender-Menü gelangen Sie zur Nachrichtenübersicht. Links stehen laut Handbuch die letzten fünfzig Nachrichten, rechts der vollständige Inhalt der ausgewählten Nachricht. Die Liste enthält Mitteilungen seit Anlage Ihres Kontos. Eine ältere Nachricht, die nicht mehr angezeigt wird, ist damit kein Beleg dafür, dass es sie nie gegeben hat.

Nehmen wir einen fiktiven Hinweis auf eine geplante Wartung. Sie öffnen ihn, prüfen Datum, betroffene Funktion und die für Sie nötige Handlung. Erst dann markieren Sie ihn als gelesen. Diese Markierung dokumentiert die Bedienaktion; sie beweist nicht, dass eine im Text genannte Aufgabe schon erledigt wurde.

Das Handbuch nennt eine automatische Meldung beim Erreichen von achtzig Prozent des maßgeblichen Monatskontingents. Sie soll eine frühzeitige Reaktion ermöglichen. Welche Person oder Organisation betroffen ist, hängt vom Lizenzmodell ab. Prüfen Sie deshalb den Wortlaut und den aktuellen Verbrauch. Ein Hinweis ist noch keine Genehmigung für eine kostenpflichtige Nachbuchung.

Meine Wirkung steht nur zur Verfügung, wenn die Organisation die Funktion aktiviert hat. Die Anzeige Diese Woche gespart führt laut Handbuch zur Auswertung. Die Stunden sind eine Schätzung aus protokollierten Vorgängen. Die Plattform misst damit nicht direkt, wie lange Sie dieselbe Aufgabe ohne künstliche Intelligenz gebraucht hätten.

Heute, diese Woche, dieser Monat, dieses Jahr und Gesamt sind teilweise ineinander enthaltene Zeiträume. Sie dürfen die Zahlen deshalb nicht einfach addieren. Der frei gewählte Zeitraum für die Tabellen ist davon getrennt. Wenn Sie Veränderungen vergleichen, verwenden Sie denselben Zeitraum und prüfen Sie, ob die zugrunde liegende Zählweise unverändert geblieben ist.

Das Handbuch ordnet verschiedenen Aktionsarten feste Standardminuten zu. Eine einfache Chat-Anfrage zählt beispielsweise mit drei Minuten, ein Chat mit Wissen oder Werkzeugen mit zehn Minuten. Zwei einfache Anfragen ergeben in diesem fiktiven Beispiel sechs geschätzte Minuten. Das Ergebnis sagt noch nichts über die tatsächlich erreichte Qualität aus.

Fehlgeschlagene oder abgebrochene Läufe zählen laut Handbuch nicht mit. Auch schlecht bewertete Ergebnisse werden ausgeschlossen. Wiederholte automatische Service-Läufe zählen je Service und Kalendertag nur einmal. Zusätzlich begrenzt ein Tagesdeckel die Summe. Die Anzeige ist damit eine regelbasierte Auswertung und keine lückenlose Zeiterfassung.

Die Organisation kann die Standardwerte mit einem Kalibrierungsfaktor anpassen. Nach Handbuch wirkt eine Änderung auch auf die bisherige Historie. Eine andere Stundenzahl kann daher aus einer anderen Berechnung entstehen. Prüfen Sie den angegebenen Faktor, bevor Sie aus einem Sprung in der Anzeige auf mehr oder weniger geleistete Arbeit schließen.

Das Handbuch trennt die persönliche Auswertung vom Team-Feed. Die Auswertung zeigt Ihre eigenen Zahlen. Im Feed können erreichte Stufen und Auszeichnungen mit Namen erscheinen, aber keine Stunden, Punkte oder Vorgangszahlen. Für die eigenen Feed-Einträge beschreibt das Profil einen gesonderten Schalter.

Eine Stufe ist kein Leistungsvergleich zwischen Kolleginnen und Kollegen. Wählen Sie eine fiktive Aufgabe und beantworten Sie drei Fragen: Welches brauchbare Ergebnis ist entstanden, welche Prüfung war nötig und welche Nacharbeit blieb? Vergleichen Sie diese Beobachtung mit der geschätzten Zeitersparnis. Für Nachrichten notieren Sie zusätzlich den Unterschied zwischen Öffnen, als gelesen markieren und tatsächlicher Erledigung.

Damit können Sie beide Bereiche sinnvoll nutzen.

Quellen und Stand

Geprüft gegen das AuxData-Benutzerhandbuch v2.4.1 (Stand 07.09.2026), Kapitel 11, 11.1, 11.2, 11.3, 12, 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5, 12.6, 12.7, 12.8, 12.9, 12.10 und 12.11.

Hinweis: Beide Funktionen muss die Organisation freischalten. Ist „Meine Wirkung“ nicht aktiv, fehlen Anzeige und Seite vollständig. Exakte UI-Bezeichnungen können je nach Produktstand abweichen.

Stufe 1 von 7

Nachrichten im Cockpit

Der Betreiber kann dir schreiben. Du entscheidest, wann die Karte verschwindet.

1Was eine Banner-Karte ist

Liegt eine ungelesene Nachricht für dich vor, erscheint sie beim Öffnen des Cockpits oben im Inhaltsbereich als Karte. Auf der Karte stehen drei Angaben:

Betreff
Worum es geht.
Absender
Der Serviceadministrator oder die Organisation.
Vorschau
Die ersten rund 120 Zeichen des Nachrichtentexts.

2Die zwei Schaltflächen

Gelesen
Markiert die Nachricht als gelesen. Die Karte verschwindet sofort.
Öffnen
Wechselt in die Nachrichtenübersicht, ohne zu markieren. Die Karte kommt beim nächsten Cockpit-Aufruf wieder.
Das ist Absicht: Solange du nicht auf „Gelesen“ klickst, taucht die Karte bei jedem Aufruf des Cockpits erneut auf. Wichtige Mitteilungen lassen sich so nicht versehentlich wegklicken.
✎ Übung 1 — Der Unterschied zwischen Öffnen und Gelesen
Ausgangspunkt
Dein Cockpit. Idealerweise liegt eine Banner-Karte an; wenn nicht, heb dir diese Übung für den nächsten Fall auf.
Das tust du
  1. Auf „Öffnen“ klicken, nicht auf „Gelesen“.
  2. Die Seite neu laden.
  3. Dann auf „Gelesen“ klicken und erneut neu laden.
Das siehst du
Nach „Öffnen“ ist die Karte wieder da, nach „Gelesen“ nicht mehr. Nur du entscheidest also, wann sie verschwindet — und sie verschwindet nicht versehentlich, bloß weil du sie einmal angesehen hast.
Klappt nicht?
Liegt gar keine Karte an, hat der Betreiber gerade nichts mitzuteilen. Die Nachrichtenübersicht aus Stufe 2 erreichst du trotzdem.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Stufe 2 von 7

Die Nachrichtenübersicht

Alles an einem Ort, mit zwei Grenzen, die man kennen sollte.

1Wo sie liegt

Anwender-Menü in der Seitenleiste (Personensymbol) → Eintrag Nachrichten. Die Seite hat zwei Bereiche: links die Liste deiner letzten Nachrichten, rechts der Lesebereich mit Absender, Zeitstempel, Betreff und vollständigem Text.

2Gelesen markieren und löschen

  1. In der Liste auf eine hervorgehobene, also ungelesene Nachricht klicken.
  2. Den Text im Lesebereich lesen.
  3. Auf Als gelesen markieren klicken — erst dann entfällt die Hervorhebung.

Löschen entfernt die Nachricht nur aus deiner Ansicht. Kolleginnen und Kollegen, die dieselbe Mitteilung bekommen haben, behalten sie.

3Zwei Grenzen

Nur 50, und erst ab deinem Anlagedatum: Die Liste zeigt höchstens die letzten 50 Nachrichten, ältere fallen heraus. Und du siehst ausschließlich Mitteilungen, die nach dem Anlegen deines Benutzerkontos versendet wurden. Wer neu dazukommt, findet die Ankündigung von letztem Jahr also nicht mehr — für dauerhafte Informationen ist das Postfach der falsche Ort.
✎ Übung 2 — Postfach oder Wissensdatenbank?
Ausgangspunkt
Drei Mitteilungen: „Wartung am Samstag von 8 bis 12 Uhr“, „Ab sofort gilt die neue Freigaberichtlinie“, „Der Agent Vertrieb heißt jetzt Vertrieb DACH“.
Das tust du
Ordne jede einem der beiden Orte zu und begründe in einem Satz, wie lange sie jeweils gebraucht wird.
Das siehst du
Ins Postfach gehört, was ein Datum hat und danach erledigt ist. In eine Wissensdatenbank gehört, was jemand in sechs Monaten nachschlagen können muss. Die Freigaberichtlinie im Postfach ist in drei Wochen unauffindbar — und dann beruft sich niemand mehr darauf.
Klappt nicht?
Wenn du bei einer Mitteilung beides für richtig hältst, gehört sie an beide Orte: kurz ins Postfach als Hinweis, ausführlich in die Wissensdatenbank zum Nachlesen.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Stufe 3 von 7

Automatische System-Benachrichtigungen

Die Plattform meldet sich selbst, wenn das Kontingent knapp wird.

1Die 80-Prozent-Meldung

Sobald du (bei Anwenderlizenz) oder deine Organisation (bei Volumenlizenz) 80 Prozent des monatlichen Token-Kontingents verbraucht hast, legt die Plattform automatisch eine Nachricht ins Postfach. Sie erscheint wie jede andere als Banner-Karte und lässt sich genauso markieren und löschen.

Einmal pro Monat: Die Meldung wird je Monat nur einmal versendet. Sie ist ein Frühwarnsignal, kein laufender Zähler — den aktuellen Stand findest du im Profil unter „Mein Verbrauch“ (BH 9.6).

2Was du danach tun kannst

  • Den eigenen Verbrauch im Profil ansehen und einordnen.
  • Bei Bedarf selbst nachbuchen, sofern deine Lizenz das vorsieht.
  • Teure Läufe prüfen: mehrstufige Workflows und große Wissensdatenbank-Kontexte kosten deutlich mehr als ein einfacher Chat.
✎ Übung 3 — Den eigenen Stand kennen, bevor die Warnung kommt
Ausgangspunkt
Dein Profil, Reiter „Mein Verbrauch“.
Das tust du
  1. Notieren, bei welchem Prozentsatz deines Kontingents du heute stehst.
  2. Ausrechnen, der wievielte Tag des Monats heute ist.
  3. Beides vergleichen.
Das siehst du
Wenn du am Zehnten bei 60 Prozent stehst, wirst du den Monat nicht durchhalten. Das jetzt zu wissen ist harmlos; es am Fünfundzwanzigsten mitten in einer Abgabe zu erfahren, ist es nicht. Genau dafür meldet sich die Plattform von selbst, wenn es knapp wird.
Klappt nicht?
Gibt es den Reiter nicht, hat deine Organisation kein Kontingent je Person eingerichtet. Dann gilt das Budget für alle gemeinsam und du siehst deinen Anteil nicht.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Stufe 4 von 7

Meine Wirkung öffnen

Eine Anzeige in der Seitenleiste, dahinter eine eigene Seite.

1Die Anzeige in der Seitenleiste

Ist die Funktion in deiner Organisation freigeschaltet, steht in der linken Spalte Diese Woche gespart mit einem Stundenwert, eine Nachkommastelle. Der Wert gilt für die laufende Kalenderwoche ab Montag. Die Anzeige steht unter der Agenten- oder Projektauswahl und begleitet dich durch alle Cockpit-Seiten.

Links daneben erscheint das Siegel deiner Stufe, sobald eine ermittelt werden konnte. Beim Überfahren mit der Maus steht der Wortlaut, etwa „Stufe 4 von 7: Routinier“. Lässt sich keine Stufe ermitteln, fehlt nur das Siegel, der Stundenwert bleibt.

Nicht überall aktiv: Die Freischaltung macht der Administrator in der Organisationsverwaltung. Ohne sie gibt es weder Anzeige noch Seite.

2Fünf Zeiträume auf einen Blick

Ein Klick öffnet myimpact.html. Oben stehen fünf Werte: Heute (seit 0 Uhr), Diese Woche (seit Montag), Dieser Monat (seit dem Ersten), Dieses Jahr (seit 1. Januar) und Gesamt.

Die Zeiträume überlappen sich. „Heute“ steckt in „Diese Woche“, diese in „Dieser Monat“. Beginnt eine Woche mitten im Monat und lag davor keine Nutzung, sind Wochen- und Monatswert gleich. Das ist kein Fehler.

Darunter zwei Nebenkennzahlen über die gesamte Historie: Punkte gesamt (eine rein spielerische Zusatzgröße) und Vorgänge gesamt (die Zahl der gezählten Chat-Anfragen und Service-Ausführungen).

3Zeitraum auswerten, drei Tabellen

Über die Felder Von und Bis wählst du einen Zeitraum, vorbelegt vom Monatsersten bis heute, und klickst Auswerten. Das gewählte Bis-Datum zählt einschließlich. Danach zeigt die Seite drei Tabellen:

Nach Agent
Gesparte Minuten und Vorgänge je Agent.
Nach Aktionsart
Dieselben Größen je Art der Aktion — die Grundlage der Schätzung, siehe Stufe 6.
Nach Persona
Rangliste deiner eigenen Personas, absteigend nach gesparter Zeit. Die Punkte dort sind keine eigene Mechanik, sondern dieselben Punkte, nur nach Persona gruppiert.
Verzögerung bei den Gesamtwerten: „Gesamt“, Punkte, Vorgänge, die Stufe und die Auszeichnungen werden einige Minuten zwischengespeichert. Eine gerade beendete Anfrage taucht dort erst verzögert auf. Die Auswertung eines gewählten Zeitraums wird dagegen immer frisch gerechnet.
✎ Übung 4 — Die eigene Wirkungszahl aufschlüsseln
Ausgangspunkt
Die Seite „Meine Wirkung“, Zeitraum auf den letzten vollen Monat gestellt.
Das tust du
  1. Die Tabelle „Nach Aktionsart“ öffnen.
  2. Die Art heraussuchen, die bei dir am meisten beiträgt.
  3. Dich erinnern, was du in diesem Monat tatsächlich getan hast, und beides nebeneinanderhalten.
Das siehst du
Die Zahl bildet ab, wie oft du etwas getan hast, nicht wie viel es dir gebracht hat. Ein Monat mit vielen kurzen Fragen steht oben, ein Monat mit drei schwierigen Recherchen weiter unten — obwohl der zweite Monat der wertvollere war.
Klappt nicht?
Ist die Tabelle leer, war der gewählte Zeitraum vor deiner ersten Nutzung oder die Auswertung ist für deine Organisation nicht freigeschaltet.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Stufe 5 von 7

Stufen und Auszeichnungen

Sieben Stufen, dreizehn Auszeichnungen — und was sie nicht bedeuten.

1Die Stufenleiter

Maßgeblich ist einzig die kumulierte Zeitersparnis über deine gesamte Historie, also der Wert unter „Gesamt“. Der gewählte Auswertungszeitraum spielt keine Rolle, die Lizenzstufe der Organisation ebenfalls nicht.

Stufenleiter · nach BH 12.3
StufeNameAb kumulierter Zeitersparnis
1Einsteiger0 Std
2Entdecker2 Std
3Anwender10 Std
4Routinier30 Std
5Profi150 Std
6Vorreiter300 Std
7AuxData Champion500 Std

Der Fortschrittsbalken zeigt den Weg innerhalb der aktuellen Stufe, von deren Schwelle bis zur nächsten — nicht von null bis zur höchsten Stufe. Sonst stünde jemand, der Stufe 6 gerade erst erreicht hat, scheinbar schon fast am Ziel. Auf der höchsten Stufe entfällt die Restangabe.

2Dreizehn Auszeichnungen

Erreichte stehen in Farbe, offene blass mit ihrer Bedingung — man sieht also von Anfang an, wofür es etwas gibt. Es zählen dieselben Vorgänge wie für die Zeitersparnis: abgeschlossen, mit Ergebnis, nicht schlecht bewertet.

Auszeichnungen · nach BH 12.4
AuszeichnungBedingung
Erster ChatErste Chat-Anfrage gestellt
Mit Wissen gearbeitetErste Anfrage mit Wissensdatenbank oder Werkzeug
Erster AI-ServiceErsten AI-Service ausgeführt
Erster WorkflowErsten mehrstufigen Workflow ausgeführt
Umgeschaut3 verschiedene Agenten genutzt
Vielseitig8 verschiedene Agenten genutzt
Mit Personas gearbeitet3 verschiedene Personas eingesetzt
DranbleiberAn 10 verschiedenen Tagen aktiv
StammgastAn 30 verschiedenen Tagen aktiv
WegbegleiterAn 100 verschiedenen Tagen aktiv
Hundert Vorgänge100 Vorgänge abgeschlossen
Fünfhundert Vorgänge500 Vorgänge abgeschlossen
Tausend Punkte1.000 Punkte gesammelt
Verschiedene Tage, keine Serie. Als aktiver Tag zählt jeder Tag mit mindestens einem gewerteten Vorgang. Eine Urlaubswoche kostet dich nichts, die Zahl steigt in dieser Zeit nur nicht. Und eine einmal erhaltene Auszeichnung bleibt, auch wenn die Bedingung nach einer späteren Neukalibrierung rechnerisch nicht mehr erfüllt wäre.
Kein Leistungsmaßstab. Auszeichnungen geben keine Punkte, sind nicht zwischen Personen vergleichbar und es gibt keine Rangliste. Wer sie als Zielvorgabe benutzt, missbraucht die Funktion.
✎ Übung 5 — Auszeichnungen einsortieren
Ausgangspunkt
Deine Übersicht der offenen Auszeichnungen.
Das tust du
Teile sie in zwei Gruppen: die, die du durch deine normale Arbeit ohnehin irgendwann erreichst — und die, für die du dein Verhalten ändern müsstest.
Das siehst du
Die zweite Gruppe ist die interessante. Prüfe bei jeder Auszeichnung darin, ob die geforderte Verhaltensänderung fachlich überhaupt sinnvoll wäre. Meistens ist sie es nicht: Mehr Anfragen zu stellen, nur um eine Stufe zu erreichen, verbraucht das Kontingent deiner Organisation für nichts.
Klappt nicht?
Wenn eine Auszeichnung dich ernsthaft in Versuchung führt, ist das kein persönliches Versagen — so sind solche Anzeigen gebaut. Der Umgang damit ist, sie zu kennen und trotzdem nach der Aufgabe zu arbeiten.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Stufe 6 von 7

Woher die Zahl stammt

Die wichtigste Stufe dieses Tutorials: eine Schätzung ist keine Messung.

1Feste Minutenwerte je Aktionsart

Die Plattform misst nicht, wie lange du ohne sie gebraucht hättest. Sie ordnet jeder gewerteten Aktion eine feste Minutenzahl zu:

Standardschätzung · nach BH 12.7
AktionsartMinutenWas gemeint ist
Chat-Anfrage3Ein einfacher Chat-Turn ohne Wissensdatenbank, Werkzeug oder Skill.
Chat mit Wissen oder Werkzeugen10Ein Chat-Turn mit Wissensdatenbank-Kontext, Werkzeugaufruf oder Skill.
AI-Service30Ausführung eines einstufigen AI-Service.
AI-Workflow20 + 10 je Schritt, höchstens 180Mehrstufiger Workflow: Grundwert plus Schrittzuschlag, gedeckelt je Lauf.

Die Werte sind absichtlich niedrig angesetzt. Eine zu hohe Zahl würde die Glaubwürdigkeit der Anzeige dauerhaft beschädigen; eine zu niedrige kostet nur einen Teil des Effekts.

2Der Kalibrierungsfaktor

Deine Organisation kann vom Standard abweichen. Der Administrator hinterlegt einen Faktor zwischen 0,5 und 2,0, mit dem alle Minutenwerte skaliert werden. Weicht er von 1,0 ab, nennt die Seite ihn unter den Kennzahlen: „Ihre Organisation rechnet mit dem Faktor 1,3.“ Bei 1,0 steht dort nichts.

Der Faktor wirkt rückwirkend. Die gesparte Zeit wird bei jeder Abfrage neu gerechnet und nirgends festgeschrieben. Ändert der Administrator den Faktor, ändern sich auch deine bisherigen Stunden und womöglich deine Stufe. Unberührt bleiben: einmal erhaltene Auszeichnungen, ein bereits gezeigter Stufenhinweis, sowie Punkte und Vorgänge — der Faktor betrifft ausschließlich die Zeit.

3Was nicht zählt

Abgebrochene und fehlerhafte Läufe
Nur erfolgreich abgeschlossene Chats und Service-Ausführungen zählen.
Interne Läufe
Ausführungen, die nicht als reguläre Anwenderarbeit gelten.
Schlecht bewertete Ergebnisse
Eine mit Schulnote 4 oder 5 bewertete Antwort fällt vollständig heraus. Schlechte Qualität soll sich nicht als Zeitersparnis verbuchen.
Wiederholte Läufe automatischer Services
Ein per Zeitplan ausgelöster Service zählt je Service und Kalendertag nur einmal.
Warum die Zeitplan-Regel wichtig ist: Ein Service, der alle zehn Minuten läuft, erzeugt 144 Läufe am Tag. Von Hand hätte niemand 144-mal gestartet. Ohne diese Regel hätte ein einziger automatischer Service schon am Vormittag den Tagesdeckel ausgeschöpft und die tatsächliche Arbeit des Tages rechnerisch verdrängt. Von Hand gestartete Läufe sind nicht betroffen, auch nicht der Start über die Schaltfläche am Zeitplan selbst.

4Der Tagesdeckel

Pro Kalendertag zählen höchstens 8 Stunden. Liegt die Summe darüber, kürzt die Plattform den Tag anteilig, statt die Zahl unbegrenzt wachsen zu lassen.

Für die Praxis: Nimm die Zahl als Größenordnung, nicht als Beleg. Sie taugt dazu, den eigenen Nutzungsgrad über Monate zu beobachten. Sie taugt nicht als Kennzahl in einer Wirtschaftlichkeitsrechnung und nicht als Grundlage für Personalentscheidungen.
✎ Übung 6 — Selbst nachrechnen
Ausgangspunkt
Die Angaben aus dieser Stufe: der Kalibrierungsfaktor, die Minutenwerte je Aktionsart und der Tagesdeckel.
Das tust du
  1. Rechne aus, wie viele Chats mit Wissensbezug und wie viele Service-Läufe es bräuchte, um den Tagesdeckel zu erreichen.
  2. Halte das gegen einen echten Arbeitstag von dir.
Das siehst du
Der Deckel ist nicht dazu da, dich auszubremsen, sondern damit ein einzelner ungewöhnlicher Tag die Statistik nicht sprengt. Und du siehst, wie weit dein realer Tag davon entfernt ist — meistens sehr weit.
Klappt nicht?
Kommt bei dir eine unplausible Zahl heraus, hast du vermutlich den Kalibrierungsfaktor vergessen. Genau das ist der Punkt dieser Stufe: Die angezeigte Zeitersparnis ist eine gerechnete Schätzung, keine Messung an deinem Tag.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Stufe 7 von 7

Team und Privatsphäre

Was Kolleginnen und Kollegen sehen — und was niemand sieht.

1Der Team-Feed

Unterhalb der Kennzahlen stehen die Errungenschaften der Kolleginnen und Kollegen aus den letzten 30 Tagen, etwa „Anna hat die Stufe Profi erreicht“. Sortiert nach Zeitpunkt, neueste zuerst, höchstens 20 Einträge.

Der Feed zeigt keine Zahlen. Weder Stunden noch Punkte noch Vorgänge, weder für andere noch für dich, und es gibt keine Reihenfolge nach Größe. Sichtbar ist ausschließlich, was jemand erreicht hat — nie, wie viel jemand geleistet hat.

Ein Eintrag entsteht in dem Moment, in dem dir die Errungenschaft auf der Seite angezeigt wurde. Wer „Meine Wirkung“ nie öffnet, erscheint auch nicht im Feed.

2Sich herausnehmen

Im Profil steht der Schalter Meine Errungenschaften im Team-Feed zeigen. Er ist eingeschaltet, solange die Organisation die Funktion nutzt. Schaltest du ihn ab, verschwinden deine Einträge sofort und vollständig aus dem Feed aller Kolleginnen und Kollegen, auch die vergangenen. Schaltest du ihn wieder ein, sind sie zurück. Den Feed selbst siehst du in jedem Fall.

3Das Ziel der Woche

Oberhalb des Feeds steht ein gemeinsames Wochenziel, das die Plattform vorgibt und das jede Woche wechselt — zum Beispiel: drei Viertel der aktiven Kolleginnen und Kollegen schließen diese Woche mindestens einen Vorgang ab. Dazu gehören eine kurze Beschreibung, ein Fortschrittsbalken und ein Zählstand wie „8 von 12 haben mitgemacht“.

Niemand muss mehr leisten
Gemessen wird, wie viele mitgemacht haben, nicht wie viel Einzelne gearbeitet haben.
Nur eine Summe
Keine Namen, keine Einzelzahlen — auch nicht für Administratoren.
Erst ab drei Aktiven
Unterhalb von drei in den letzten 30 Tagen aktiven Personen zeigt die Plattform gar kein Ziel an, weil sich aus einer Summe sonst auf Einzelne schließen ließe.
Keine Punkte
Fürs Erreichen gibt es weder Punkte noch eine Auszeichnung, nur einen namenlosen Eintrag im Feed.

4Deine Zahlen bleiben deine

Du siehst ausschließlich deine eigenen Aktionen. Es gibt keine Ansicht, in der jemand die Zahlen anderer sehen könnte, auch nicht als Administrator. Der Team-Feed ist die einzige Ausnahme und nennt keine Zahlen. Die Rangliste „Nach Persona“ vergleicht nur deine eigenen Personas untereinander.

Wenn jemand das anders nutzen will: Die Plattform gibt schlicht nichts her, woraus sich ein Leistungsvergleich bauen ließe. Das ist kein Zufall, sondern Absicht — und ein gutes Argument für Betriebsrat und Datenschutz.
✎ Übung 7 — Eine bewusste Entscheidung zur Sichtbarkeit
Ausgangspunkt
Der Schalter für den Team-Feed in deinem Profil, in dem Zustand, in dem er heute steht.
Das tust du
  1. Nachlesen, was Kolleginnen und Kollegen bei eingeschaltetem Schalter von dir sehen — und was auch dann niemand sieht.
  2. Den Schalter bewusst setzen, auch wenn du ihn so lässt, wie er ist.
Das siehst du
Sichtbar werden Stufe und Auszeichnungen, nicht deine Inhalte: Keine Frage, kein Chat, kein Dokument wird für andere lesbar. Trotzdem ist es eine Entscheidung, denn eine Stufe im Vergleich zu anderen erzeugt einen Druck, den eine Zahl für dich allein nicht hat.
Klappt nicht?
Gibt es den Schalter nicht, ist der Team-Feed in eurer Organisation abgeschaltet. Dann ist die Entscheidung bereits für alle getroffen.

✓ Das hast du jetzt erledigt

Das sitzt.

Du liest Nachrichten, ordnest die Wirkungszahlen richtig ein und kannst erklären, was sie aussagen und was nicht. Damit kannst du die Funktion auch Kolleginnen und Kollegen erklären, ohne mehr zu versprechen, als sie hergibt.

Kurz-Quiz

Sitzt die Einordnung?

7 Fragen aus den Stufen 1–7. Kein Zertifikat — zur Selbstkontrolle. Beliebig oft wiederholbar.

Frage 1 von 7
Lade Frage…