Gedächtnis, Stimme und Council
Die Chat-Funktionen, die über das Tippen hinausgehen — und was sie kosten.
Was du in diesem Tutorial tust
A2 hat dir den Chat beigebracht: tippen, anhängen, senden, weiterverwenden. Hier kommen die Funktionen dazu, die A2 sprengen würden: drei Antwortmechanismen, die anders arbeiten als ein normaler Chat-Turn, zwei Wege, mit der Stimme zu arbeiten, und das personenbezogene Gedächtnis.
Der rote Faden ist die bewusste Entscheidung. Council und Orchestrierung liefern gründlichere, aber langsamere und teurere Antworten — sie starten deshalb nie von selbst. Voraussetzung: A2.
Transkript des Videos
Mehrere Perspektiven können bei einer schwierigen Aufgabe helfen. Wir schauen uns deshalb einen echten Council-Durchlauf an und prüfen danach sein Ergebnis. Anschließend ordnen wir die sichtbaren Einstiege für Sprache und Gedächtnis ein. Der Fall und die Unternehmensunterlagen sind fiktiv.
Unser Auftrag ist ein Kurzworkshop für sechs Büroangestellte ohne KI-Erfahrung. Es gibt einen Beamer und einen gemeinsamen Demo-Chat, aber keine Einzelrechner. Der Workshop soll zwanzig Minuten dauern. Gefragt sind ein genauer Ablauf, eine gemeinsame Übung und drei beobachtbare Erfolgskriterien.
Wir arbeiten mit Akademie-Demo im Demomandanten. Die persönliche Wissensdatenbank ist ausgeschaltet, die Live-Suche ebenfalls. Der Agent zeigt zunächst GLM fünf Punkt drei. Für diesen Versuch wählen wir ausdrücklich Council als Antwortverhalten. Das Handbuch beschreibt diesen Modus als bewusst zu startenden Mechanismus.
In der Auswahl sehen wir Rollen mit ihren hinterlegten Modellen: Danny Crane mit Claude Sonnet, Harold Finch mit Claude Opus und Karla Kolumna mit Mistral. Für unseren Lauf bleiben die ersten beiden sichtbar ausgewählt. Die Rollenbeschreibung hilft bei der Auswahl; sie ersetzt keine spätere Qualitätsprüfung.
Jetzt senden wir den vollständigen Auftrag genau einmal. Die Oberfläche zeigt den Arbeitsfortschritt. In diesem Durchlauf kommt keine Rückfrage. Das ist eine Beobachtung zu diesem Auftrag, keine allgemeine Regel. Falls ein anderer Lauf eine notwendige Rückfrage stellt, gehört deren Beantwortung zum nachvollziehbaren Ablauf.
Hier fällt eine Abweichung auf: Trotz der zwei sichtbar ausgewählten Rollen erscheinen fünf Entwurfszeilen. Danny und Harold tauchen mehrfach auf, und auch Karla wird aufgeführt. Wir halten diesen Befund fest. Aus der Anzeige allein wissen wir nicht, warum Auswahl und Ablauf hier voneinander abweichen.
Anschließend sehen wir Review-Schritte und eine Synthese. Die Oberfläche nennt bei der Synthese Theo the Brain mit GPT fünf Punkt sechs Sol. Das Protokoll hilft uns, sichtbare Arbeitsschritte zu unterscheiden. Es zeigt uns jedoch keine privaten Modellgedanken und beweist noch nicht, dass das fertige Ergebnis fachlich stimmt.
Council und Orchestrierung sind unterschiedliche Funktionen. Beim Council wählen Sie Mitglieder für mehrere Perspektiven und deren Bewertung. Bei der Orchestrierung wird eine Anfrage in Teilaufgaben zerlegt und über die konfigurierte Aufgabenverteilung bearbeitet. Dafür wählen Sie laut Handbuch keine einzelnen Mitglieder im Chat aus.
Am fertigen Antworttext steht hier GLM fünf Punkt drei, während das Syntheseprotokoll GPT fünf Punkt sechs Sol nennt. Deshalb dokumentieren wir beide Anzeigen an ihrer jeweiligen Stelle. Wir behaupten nicht, dass der gesamte Ablauf ausschließlich von dem Modell im Antwortfuß durchgeführt wurde.
Jetzt prüfen wir das Konzept an unserem Auftrag. Der Ablauf deckt insgesamt zwanzig Minuten ab. Er beginnt mit dem Lernziel, führt über Quellenprüfung und gemeinsame Übung zum Test einer Verbesserung und endet mit einer Transferfrage. Die Arbeit im Plenum passt zu unserem gemeinsamen Bildschirm.
Die vorgeschlagene Übung stellt die alte Hausordnung und das neue Handbuch gegenüber. Die Gruppe soll den Widerspruch markieren und die gültige Regel begründen. Entscheidend ist die ausdrückliche Ersetzung der alten Regel. Diese Begründung ist sinnvoller als die pauschale Aussage, das jüngere Dokument habe immer recht.
Auch die Erfolgskriterien lassen sich beobachten. Zum Beispiel sollen mindestens fünf der sechs Teilnehmenden die gültige Quelle mit der Ersetzungsklausel begründen. Der gemeinsam formulierte Prompt soll einen Beleg verlangen und den Widerspruch behandeln.
Solche Kriterien machen den Lernerfolg konkreter als ein bloßes Gefühl, die Gruppe habe alles verstanden. Eine Stelle würden wir redaktionell nachschärfen: Das Konzept plant eine beispielhafte falsche Erstantwort ein. Für ein vorbereitetes Lehrbeispiel ist das möglich, wenn es klar so gekennzeichnet wird. Bei einem echten Live-Chat dürfen wir dagegen nicht voraussetzen, dass das Modell genau diesen Fehler macht.
Für die Durchführung ergänzen wir deshalb eine Fallunterscheidung. Ist die Live-Antwort richtig, prüfen und begründen wir sie. Ist sie unvollständig oder falsch, verbessern wir sie gezielt. Soll unbedingt ein bestimmter Fehler analysiert werden, zeigen wir dafür ein ausdrücklich konstruiertes Beispiel. Diese redaktionelle Ergänzung ist unsere Bewertung des Ergebnisses.
Ein Council setzt mehrere sichtbare Arbeitsschritte ein. Das kann eine zusätzliche Perspektive bringen, braucht aber Zeit und verbraucht Ressourcen. Die Verbrauchsanzeige ist kein direkt ablesbarer Europreis. Ob sich der Aufwand lohnt, beurteilen Sie an der Aufgabe und an der tatsächlich gewonnenen Qualität.
Unten am Eingabefeld finden wir die Spracheingabe. Laut Handbuch überträgt das Diktat gesprochene Wörter in das Textfeld. Danach prüfen und senden Sie den Text selbst. In dieser Aufnahme zeigen wir nur den Einstieg; eine Mikrofonaufnahme und die Prüfung der Erkennungsqualität folgen separat.
Der größere runde Knopf startet dagegen VoiceChat. Das Handbuch beschreibt ein gesprochenes Gespräch mit automatischem Senden nach der Erkennung und vorgelesenen Antworten. Die Funktion braucht entsprechend konfigurierte Sprachmodelle. Auch hier starten wir in diesem Kapitel keinen gesprochenen Dialog; aus dem sichtbaren Knopf folgt noch kein bestandener Funktionstest.
Wir öffnen außerdem Mein Gedächtnis. Die tatsächliche Ansicht dieses Demolaufs ist leer und meldet keine vorhandenen Einträge. Deshalb zeigen wir hier keine erfundenen Erinnerungen und ändern nichts. Für eine spätere Demonstration mit Einträgen braucht es passende freigegebene Übungsdaten und eine erneute Sichtprüfung.
Für Ihre Übung wählen Sie eine Aufgabe, bei der unterschiedliche fachliche Perspektiven helfen könnten. Halten Sie vor dem Lauf das erwartete Ergebnis und zwei Bewertungskriterien fest. Prüfen Sie danach sowohl das Ergebnis als auch den angezeigten Ablauf. Notieren Sie getrennt, was Sie beobachtet haben und welche Ursache lediglich eine Vermutung ist.
Sie können jetzt Council und Orchestrierung auseinanderhalten und ein Council-Ergebnis an konkreten Anforderungen prüfen. Sie kennen außerdem den Unterschied zwischen Diktat und VoiceChat sowie den Einstieg zum Gedächtnis. Die zusätzliche Spracherprobung bleibt ein eigener Praxisschritt, sobald ein geeignetes Mikrofon bereitsteht.
Quellen und Stand
Geprüft gegen das AuxData-Benutzerhandbuch v2.4.1 (Stand 07.09.2026), Kapitel 3.4, 3.8, 3.15 und 3.16.
Hinweis: Jede dieser Funktionen muss der Administrator je Agent freischalten. Fehlt eine Freischaltung, erscheint der zugehörige Eintrag oder Knopf gar nicht — das ist kein Fehler.
Antwortverhalten wählen
Ein Dropdown, zwei sehr verschiedene Arten von Einträgen.
1Zwei Sorten Einträge
Im Dropdown Antwortverhalten stehen Einträge, die nur die Antwortlänge steuern — und zwei, die einen komplett eigenen Antwortmechanismus starten:
- Längensteuerung
- Kurz, ausführlich und Verwandtes. Der Chat arbeitet wie gewohnt, nur die Antwort fällt anders aus.
- Council
- Mehrere Personas erarbeiten gemeinsam eine Antwort. Stufe 2.
- Orchestrierung
- Die Anfrage wird zerlegt und an Experten-Personas delegiert. Stufe 3.
2Was die automatische Erkennung nicht tut
Deine Auswahl bleibt je Agent gespeichert, bis du sie änderst. Wer einmal Orchestrierung gewählt hat, arbeitet also weiter damit, auch wenn die nächste Frage trivial ist.
Die Übungen dieses Tutorials kosten mehr Token als alle vorherigen zusammen: Council und Orchestrierung starten für eine einzige Frage mehrere Modellläufe. Mach jede Übung einmal, nicht dreimal.
- Ausgangspunkt
- Dein Übungsagent und ein zweiter Agent, mit dem du im Alltag arbeitest.
- Das tust du
- Bei beiden Agenten das Dropdown für das Antwortverhalten öffnen.
- Die Einträge vergleichen.
- Das siehst du
- Die Listen unterscheiden sich. Was fehlt, ist an diesem Agenten nicht freigegeben — Council, Orchestrierung und Deep Thinking schaltet die Administration einzeln frei. Ein fehlender Eintrag ist also keine Fehlfunktion, sondern eine Entscheidung.
- Klappt nicht?
- Steht bei beiden dasselbe, sind sie gleich konfiguriert. Nimm die folgenden Übungen dann an dem Agenten vor, der die meisten Einträge zeigt.
✓ Das hast du jetzt erledigt
Council
Mehrere Personas arbeiten an derselben Frage, ein Moderator führt zusammen.
1Der Ablauf
- Council im Antwortverhalten wählen. Es erscheint eine Mehrfachauswahl mit den vom Administrator freigegebenen Personas.
- Mitglieder auswählen. Wie viele gleichzeitig arbeiten dürfen, legt der Administrator fest.
- Senden. Zuerst prüft der Moderator, ob deine Anfrage vollständig ist. Fehlt etwas, stellt er gezielte Rückfragen, bevor die Bearbeitung startet.
- Jedes Mitglied erstellt unabhängig einen eigenen Entwurf, bei Bedarf mit Werkzeugen und Wissensdatenbank.
- Die Mitglieder prüfen sich gegenseitig.
- Der Moderator fasst alles zu einer einzigen Antwort zusammen.
2Die Live-Timeline
Den Fortschritt verfolgst du in derselben Live-Timeline, die auch die Orchestrierung nutzt. Dort erscheinen je Mitglied der Entwurf, die gegenseitige Prüfung und die abschließende Synthese.
- Ausgangspunkt
- Ein Agent, der Council anbietet. Dazu eine Frage aus deinem Alltag, bei der mehrere Blickwinkel wirklich etwas ändern — etwa ein Text, der fachlich, rechtlich und sprachlich passen muss.
- Das tust du
- Council wählen und die angebotenen Mitglieder ansehen.
- Drei auswählen, die unterschiedliche Blickwinkel mitbringen.
- Die Frage stellen und die Live-Timeline mitlesen, statt auf das Ergebnis zu warten.
- Das siehst du
- In der Timeline arbeitet jedes Mitglied zuerst für sich, kritisiert dann die anderen, und der Moderator führt am Ende zusammen. Der Verbrauch wird je Mitglied getrennt gezählt: Drei Mitglieder heißt ungefähr dreifacher Aufwand für diese eine Antwort.
- Klappt nicht?
- Ist die Mitgliederliste leer, obwohl Council aktiv ist, fehlen dem Agenten Personas mit hinterlegtem Modell. Das lässt sich nur in der Konfiguration beheben, nicht im Chat.
✓ Das hast du jetzt erledigt
Orchestrierung
Eine Anfrage, mehrere Teilaufgaben, ein zusammengeführtes Ergebnis.
1Was passiert
Deine Anfrage wird in Teilaufgaben zerlegt und an die vom Administrator hinterlegten Experten-Personas beziehungsweise Routing-Modelle delegiert. Die Teilergebnisse führt die Plattform anschließend zu einer Gesamtantwort zusammen. Auch hier verfolgst du den Weg in der Live-Timeline.
2Der Unterschied zum Council
- Council
- Du wählst die Mitglieder. Alle bearbeiten dieselbe Frage und prüfen sich gegenseitig.
- Orchestrierung
- Du wählst niemanden. Die Anfrage wird aufgeteilt; wer welche Teilaufgabe bearbeitet, steht in der Agenten-Konfiguration.
3Kein Standardverhalten mehr
Denk daran, dass die Auswahl je Agent gespeichert bleibt. Nach einer aufwendigen Recherche also bewusst zurückstellen.
- Ausgangspunkt
- Drei Aufgaben aus deiner Woche, aufgeschrieben.
- Das tust du
- Ordne jede einem Modus zu — normale Antwort, Council oder Orchestrierung — und begründe jede Zuordnung in einem Satz.
- Das siehst du
- Council lohnt, wenn eine Frage von Widerspruch profitiert. Orchestrierung lohnt, wenn eine Anfrage in mehrere verschiedene Teilaufgaben zerfällt. Bei den meisten Alltagsfragen ist beides überzogen — und das ist die häufigste richtige Antwort.
- Klappt nicht?
- Fällt dir zu allen drei Aufgaben „Council“ ein, prüf, ob deine Fragen wirklich strittig sind oder nur umfangreich. Umfang allein ist kein Grund.
✓ Das hast du jetzt erledigt
Internet Live Suche
Drei Stufen — und drei verschiedene Antworten auf die Frage, wohin deine Daten gehen.
1Die drei Stufen
- Keine Live Internetsuche
- Nur die Wissensdatenbank und das interne Wissen des Modells.
- Einfache Suche
- Eine Google-ähnliche Suche; die Treffer gehen zusammen mit deinem Prompt an das Sprachmodell.
- Erweiterte Suche
- Die gefundenen Webseiten werden vollständig gecrawlt, sofern der Anbieter das erlaubt, und für die Antwort verwendet.
Alle drei Einstellungen speichert der Browser je Agent und verwendet sie beim nächsten Chat wieder.
2Was das für vertrauliche Fragen heißt
Umgekehrt gilt: Bei Fragen zu aktuellen Ereignissen liefert ein Modell ohne Live-Suche veraltete oder erfundene Angaben. Die Einstellung ist also keine Sicherheitsfrage allein, sondern eine Abwägung je Aufgabe.
- Ausgangspunkt
- Die zwei, drei Agenten, mit denen du am meisten arbeitest.
- Das tust du
- Bei jedem nachsehen, auf welcher Stufe die Internet-Live-Suche steht.
- Für jeden entscheiden, ob diese Stufe zu dem passt, was du dort tatsächlich fragst.
- Wo nötig, bewusst umstellen.
- Das siehst du
- Die drei Stufen unterscheiden sich nicht darin, wie gut die Antwort wird, sondern darin, wohin deine Frage geht. Bei einem Agenten mit internen Unterlagen ist das eine andere Abwägung als bei einer Marktrecherche.
- Klappt nicht?
- Lässt sich die Stufe nicht ändern, hat die Administration sie festgelegt. Dann weißt du wenigstens, woran du bist — und genau das ist der Zweck dieser Übung.
✓ Das hast du jetzt erledigt
Diktieren
Das Mikrofon-Symbol füllt Textfelder — überall auf der Plattform.
1Spracheingabe im Chat
Ein Klick auf das Mikrofon-Symbol startet die Web-Speech-Erkennung. Der Knopf heißt dann Stopp, solange er zuhört. Die erkannte Sprache wird direkt ins Textfeld geschrieben, standardmäßig Deutsch.
2Nicht nur im Chat
Dasselbe Mikrofon-Symbol steht neben ein- und mehrzeiligen Textfeldern an anderen Stellen der Plattform. Das Diktat wird an der Cursor-Position eingefügt; ein zuvor markierter Text wird ersetzt.
- Ausgangspunkt
- Ein Eingabefeld mit Mikrofon-Symbol und eine längere Frage im Kopf.
- Das tust du
- Die Frage diktieren statt sie zu tippen.
- Vor dem Absenden lesen, was im Feld gelandet ist.
- Korrigieren, was die Erkennung falsch verstanden hat.
- Das siehst du
- Fachbegriffe, Eigennamen und Zahlen sind die typischen Stolperstellen. Das Diktat spart Tippzeit, nicht das Gegenlesen — und eine falsch verstandene Zahl fällt in der Antwort meist nicht mehr auf.
- Klappt nicht?
- Fehlt das Mikrofon-Symbol oder bleibt das Feld leer, hat der Browser keine Freigabe für dein Mikrofon. Das steht in den Seiteneinstellungen des Browsers, nicht in AuxData.
✓ Das hast du jetzt erledigt
VoiceChat
Freihändig sprechen — mit einer Anrede, die verhindert, dass jedes Gespräch im Raum eine Anfrage auslöst.
1Wo der Knopf sitzt
Anders als die übrigen Werkzeuge sitzt der VoiceChat nicht in der kleinen Symbolzeile, sondern als eigener runder Knopf oben rechts in der Eingabezeile. Er erscheint nur, wenn für den Agenten sowohl ein aktives Modell zur Spracherkennung als auch eines zur Sprachausgabe eingerichtet ist.
2Die Zustandsanzeige
Ein Klick startet die Sitzung. Der Knopf pulsiert, solange er zuhört. Über der Eingabezeile erscheinen Pegelbalken und darunter im Klartext, was gerade passiert:
- Ich höre zu
- Die Aufnahme läuft.
- Ich denke nach
- Die Anfrage wird bearbeitet; die Balken laufen als blaue Welle weiter.
- Ich antworte
- Die Antwort wird vorgelesen.
Die Texteingabezeile bleibt sichtbar, wird aber gesperrt und abgeblendet dargestellt, mit dem Platzhalter Texteingabe pausiert. Der Textchat verschwindet nicht, er pausiert nur.
3Die Anrede und das Aufmerksamkeitsfenster
Der VoiceChat reagiert nur auf Äußerungen, die an ihn gerichtet sind. Beginne mit Hey Auxy oder Hallo Auxy; andere Grußwörter vor dem Namen funktionieren ebenfalls, etwa „Moin“, „Servus“ oder „Na“. Die Anrede wird automatisch entfernt, beim Chatbot kommt nur deine Frage an. „Hey Auxy“ allein genügt schon, die Frage darf als eigene Äußerung folgen.
Ohne Anrede und außerhalb des Fensters wird eine Äußerung verworfen — genau dafür ist sie da, damit ein Gespräch im Raum nicht versehentlich eine Anfrage auslöst. Wer mehrfach ohne Anrede spricht, bekommt einen gesprochenen Hinweis. Ausgenommen sind Antworten auf Ja-/Nein-Rückfragen und die Beenden-Befehle Stopp, Beenden, Ende und Tschüss.
4Wann eine Äußerung endet
Das Ende erkennt die Plattform an einer kurzen Sprechpause — bemessen so, dass kurzes Nachdenken mitten im Satz die Aufnahme nicht abbricht. Spätestens nach 60 Sekunden endet sie in jedem Fall. Wurde keine Sprache erkannt, wird nichts gesendet. Eine erfolgreiche Aufnahme bestätigt ein kurzer aufsteigender Doppelton.
- Ausgangspunkt
- Ein Agent mit VoiceChat und ein Raum, in dem du sprechen kannst, ohne zu stören.
- Das tust du
- Eine VoiceChat-Sitzung starten.
- Eine Frage mit Anrede stellen.
- Direkt danach eine Folgefrage ohne Anrede anhängen.
- Abwarten, bis das Fenster von selbst zugeht, und dann ohne Anrede etwas sagen.
- Das siehst du
- Innerhalb des offenen Fensters genügt die Folgefrage ohne Anrede. Danach braucht es wieder die Anrede — genau deshalb löst nicht jedes Gespräch im Raum eine Anfrage aus.
- Klappt nicht?
- Reagiert gar nichts, fehlt dem Agenten entweder die Spracherkennung oder die Sprachausgabe. VoiceChat braucht beide; eine allein genügt nicht.
✓ Das hast du jetzt erledigt
Mein Gedächtnis
Was der Chatbot über dich behält — und wie du es änderst.
1Wo der Knopf erscheint
Hat ein Agent das personenbezogene Gedächtnis aktiviert, steht im Standard-Chat-Fenster die Schaltfläche Mein Gedächtnis. Ohne Freischaltung durch den Administrator erscheint sie nicht. Im Projekt-Chat gibt es die Funktion nicht.
2Einsehen, bearbeiten, löschen
Ein Klick öffnet die Liste deiner Einträge, von neu nach alt sortiert. Jeder Eintrag zeigt drei Spalten:
- Datum
- Wann der Eintrag gespeichert wurde.
- Gespeicherte Information
- Der Prompt, also die vom Chatbot erfasste Information über dich.
- Antwort
- Die dazugehörige Antwort des Chatbots.
Über das Bearbeiten-Symbol änderst du Prompt und Antwort; die Änderung wirkt sofort. Über das Löschen-Symbol entfernst du einen Eintrag dauerhaft, der Chatbot berücksichtigt ihn danach nicht mehr.
3Die Zufriedenheitsfrage
Gelegentlich erscheint über dem Eingabefeld eine kurze Zeile, etwa Wie zufrieden bist du mit „Frau Meier“? — genannt wird die für den Agenten hinterlegte Persona, ersatzweise der Agent selbst. Du antwortest mit zufrieden, geht so oder unzufrieden, oder blendest die Zeile über das Kreuz aus.
- Sie kommt selten: im Schnitt nach etwa fünfzig Vorgängen, agentenübergreifend gezählt.
- Sie erscheint erst, nachdem der Chat geantwortet hat, und höchstens einmal je Chat-Sitzung.
- In Projekten erscheint sie nicht.
- Ausgangspunkt
- Ein Agent, mit dem du schon länger arbeitest.
- Das tust du
- „Mein Gedächtnis“ öffnen und alle Einträge lesen, nicht nur die ersten drei.
- Jeden daraufhin prüfen, ob er stimmt und ob er dort stehen soll.
- Löschen, was falsch oder überholt ist.
- Das siehst du
- Dort steht, was der Chatbot aus euren Gesprächen über dich abgeleitet hat — nicht, was du ihm ausdrücklich gesagt hast. Deshalb stehen dort erfahrungsgemäß auch Dinge, die einmal galten und heute nicht mehr. Ein falscher Eintrag wirkt still in jeder künftigen Antwort weiter.
- Klappt nicht?
- Ist die Liste leer, ist das Gedächtnis an diesem Agenten neu oder nicht freigegeben. Bei einem frisch eingerichteten Übungsagenten ist das der Normalfall.
✓ Das hast du jetzt erledigt
Das sitzt.
Du wählst den Antwortmechanismus bewusst, arbeitest bei Bedarf mit der Stimme und hast dein personenbezogenes Gedächtnis unter Kontrolle.
Sitzen die Chat-Werkzeuge?
7 Fragen aus den Stufen 1–7. Kein Zertifikat — zur Selbstkontrolle. Beliebig oft wiederholbar.