Partner · P3 · 6 Stufen

Verträge, Abrechnung und Plattform-Nutzung

Der kaufmännische Partner-Workflow: Vertrag prüfen, Abrechnungsart verstehen, Laufzeit steuern, Preise setzen, Nutzung laden und als CSV exportieren.

Was du in diesem Tutorial tust

Du pflegst pro Kunden- oder Unterpartnerorganisation die Vertrags- und Abrechnungsdaten, verstehst Preislogik und Laufzeiten, wertest die monatliche Plattform-Nutzung aus und nutzt den CSV-Export für Abrechnung, Controlling oder Provision.

Voraussetzung: P2 (Organisations-Liste, Onboarding). Alle Preise und Zahlen sind Demo-Werte — keine echten Konditionen.

Quellen und Stand

Geprüft gegen das AuxData-Partnerhandbuch (Stand Juni 2026), Kapitel 3.1–3.9 und 4.1–4.8. Eingebettete Abbildungen stammen aus dem offiziellen Partnerhandbuch (Demo-System). Preise sind Demo-Werte.

Stufe 1 von 6

Den Vertragsdaten-Editor öffnen

Pro Organisation, aus der Liste heraus.

1Aufruf

Der Vertragsdaten-Editor wird pro Organisation aus der Organisations-Liste geöffnet: Org-Karte → Button Vertragsdatencontractdataeditor.html?organisationId=…. Der Editor ist in Karten unterteilt; Sichtbarkeit und Bearbeitbarkeit hängen vom Organisationstyp und von der Abrechnungsart ab. (PH 3.1/3.2)

Vertragsdaten-Editor (offizielle Demo-Abbildung aus dem Partnerhandbuch) mit Karten Organisation, Abrechnung, Laufzeit
Offizielle Abbildung aus dem Partnerhandbuch — Vertragsdaten-Editor mit seinen Karten (Demo).

2Karte Organisation

Name der Organisation
Anzeige / Kontext.
Verwaltende Organisation
für Partner ausgeblendet — nur Service-Admins ändern Parent-Zuordnungen.
Organisationsart
Partner wählen typischerweise Kunde, Certified Partner, Reseller oder Authorized Partner. Distributionspartner ist gesperrt.
✎ Frage: Warum ist das Feld „verwaltende Organisation" für Partner keine normale Vertragsoption?

✓ Das hast du jetzt verstanden

Stufe 2 von 6

Abrechnungsart und Lizenzart

Drei Modelle, die die Felder steuern.

1Karte Abrechnung

Die sichtbaren Felder hängen von der Abrechnungsart ab. (PH 3.3/3.4)

Abrechnungsart
Anwenderlizenz, Volumenlizenz oder Test.
Lizenzart
Universe oder Entry — nur bei Anwenderlizenz aktiv.
Token-Budget (in Mio. Token)
nur bei Volumenlizenz aktiv.
Endpreis pro Anwenderlizenz / Tokenpaket
Betrag in EUR; je Modell pro User oder pro Tokenpaket.
Karte Abrechnung des Vertragsdaten-Editors (offizielle Demo-Abbildung aus dem Partnerhandbuch)
Offizielle Abbildung aus dem Partnerhandbuch — „Karte Abrechnung" (Demo).

2Die drei Modelle

Anwenderlizenz
pro aktivem Benutzer pro Monat; die Lizenzart (Universe/Entry) bestimmt den Funktionsumfang. Tokenverbrauch je nach Vereinbarung inkludiert oder unlimitiert.
Volumenlizenz
tatsächlicher Tokenverbrauch (typisch in Paketen); das Token-Budget schützt vor Kostenüberraschungen — bei aufgebrauchtem Budget werden weitere Anfragen abgewiesen.
Test
kostenloser Zeitraum für Pilot/Proof of Concept; kombiniert mit einem Test-Enddatum in der Laufzeit-Karte.
Begriffe sauber halten: „Anwenderlizenz" nicht zu „Lizenz" verkürzen — das verwechselt sich sonst mit der Lizenzart Entry/Universe.
Wirkung des Endpreises: Der gepflegte Endpreis wird dem Org-Administrator des Kunden in der Benutzerverwaltung als Kostenhinweis angezeigt — so sieht er beim Anlegen eines neuen Anwenders sofort, dass eine Universe-Lizenz Kosten verursacht. (PH 3.3)
✎ Frage: Welche Felder werden irrelevant, wenn du von Anwenderlizenz auf Volumenlizenz wechselst?

✓ Das hast du jetzt verstanden

Stufe 3 von 6

Laufzeit, Testphase und Speichern

Felder, die je Abrechnungsart wechseln.

1Karte Laufzeit

Die Karte Laufzeit zeigt je nach Abrechnungsart unterschiedliche Felder. (PH 3.4/3.7)

Bei Test
Vertragsstart, Ende des Testzeitraums, Vertragslaufzeit (Monate), Kündigungsfrist (Monate vor Ablauf).
Bei Anwender-/Volumenlizenz
Vertragsstart schreibgeschützt; Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist bearbeitbar.

Änderungen der Laufzeit-Parameter gelten ab der nächsten automatischen Verlängerung; der Ist-Vertragsstart bleibt unverändert. Speichern übernimmt alles und führt zurück zur Organisations-Liste; Werte, die zur aktuellen Abrechnungsart nicht passen, werden nicht berücksichtigt.

Karte Laufzeit des Vertragsdaten-Editors (offizielle Demo-Abbildung aus dem Partnerhandbuch)
Offizielle Abbildung aus dem Partnerhandbuch — „Karte Laufzeit" (Demo).
Falle — Token-Budget 0 heißt UNBEGRENZT, nicht „kein Verbrauch": Ein Token-Budget von 0 bedeutet in AuxData unbegrenztes Budget — nicht „null Verbrauch erlaubt". (Bestätigte Produktlogik; gilt instanzseitig, analog zur D3-Falle.) Wer „0" als Sperre missversteht, plant falsch.
Empfehlungen: Testphasen aktiv mit Enddatum managen, Preisstaffeln rechtzeitig vor der Jahresplanung prüfen, Lizenz vs. Volumen zum Nutzungsprofil wählen, Kündigungsfrist konservativ planen.
✎ Frage: Warum sollte eine Testorganisation nie ohne aktiv gepflegtes Enddatum laufen?

✓ Das hast du jetzt verstanden

Stufe 4 von 6

Eigene Preise und Preisstaffeln

Deine Verkaufspreise — nicht die Einkaufskonditionen.

1Karte Lizenzpreise

Erscheint nur, wenn die bearbeitete Organisation selbst kein Endkunde ist (z. B. eine untergeordnete Partner-/Reseller-Org). Felder: Preis Entrylizenz, Preis Universelizenz. (PH 3.5/3.6)

2Karte Preisstaffel Volumen

Für Volumenabrechnung werden Staffeln als Schlüssel-Wert-Tabelle gepflegt (Token in Mio. → Preis/Monat). Demo-Werte, keine echten Konditionen:

5 Mio.
138 EUR / Monat
25 Mio.
588 EUR / Monat
50 Mio.
1080 EUR / Monat
75 Mio.
1500 EUR / Monat
Karte Preisstaffeln für Volumenlizenzen (offizielle Demo-Abbildung aus dem Partnerhandbuch)
Offizielle Abbildung aus dem Partnerhandbuch — „Preisstaffeln für Volumenlizenzen" (Demo-Werte).
Trennung, die sitzen muss: Der Plattform-Betreiber definiert deine Einkaufs-/übergeordneten Konditionen; du als Partner definierst die Verkaufspreise für nachgelagerte Partner oder Kunden. Endkunden-Kalkulationen gehören nicht in geteilte Screenshots. Gesperrt bleibt: Distributionspartner-Typ setzen, Parent ändern, Organisation löschen.
Eskalation zum Plattform-Betreiber: Den Service-Admin brauchst du, um eine Organisation einem anderen Partner zuzuordnen, den Distributionspartner-Typ zu setzen, die Plattform-Accesstokens zu erneuern oder den Modell-/Provider-Katalog zu erweitern. Ins Ticket gehören: Partner-ID, betroffene Kundenorganisation, gewünschte Änderung, Termin. (PH 5.6)
✎ Frage: Wann siehst du die Karte „Lizenzpreise" nicht?

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Stufe 5 von 6

Plattform-Nutzung laden

Monatlich, hierarchisch — und Kennzahlen lesen.

1Aufruf & Darstellung

Die Seite Plattform-Nutzung (platformusage.html) zeigt monatlich, welche verwalteten Organisationen wie viele Benutzer, Pakete und Tokens verbraucht haben. Eingabe: Monat (1–12), Jahr, Button Lade Abrechnung (Default: aktueller Monat). Dargestellt wird hierarchisch in Akkordeons mit Summenzeilen (einfach: Vertriebspartner mit Kunden; mehrstufig: Distributor-Blöcke). (PH 4.1–4.4)

Zwei verschiedene Seiten: Plattform-Nutzung (platformusage.html) dient der Abrechnung mit Betreiber/Kunden — ohne personenbezogene Daten. Die Nutzungsstatistik (organisationusage.html, pro Benutzer/Agent) ist die interne Detailanalyse (Admin-HB Kap. 13). (PH 4.8)
Seite Plattform-Nutzung (offizielle Demo-Abbildung aus dem Partnerhandbuch) mit hierarchischer Monatsabrechnung
Offizielle Abbildung aus dem Partnerhandbuch — „Plattform-Nutzung" (Demo).

2Kennzahlen

User
lizenzierte, im Abrechnungsmonat aktive Benutzer.
Pakete
bei Lizenz-Abrechnung Anzahl Tokenpakete (informativ).
Token-Verbrauch
bei Volumen-Abrechnung tatsächlich summierte Tokens.
Token-Budget
monatliches Maximalbudget bei Volumen.
Quote
Token-Verbrauch / Token-Budget × 100 %.
Betriebsrisiko, nicht nur Reporting: Budgetüberschreitungen werden rot markiert; ab 100 % werden weitere Anfragen plattformseitig abgewiesen. Testorganisationen erscheinen ohne Abrechnungswerte (nur Label), inaktive Kunden mit Zählern auf 0.
Zeitverzögerte Werte: Noch laufende Service-Ausführungen werden erst nach Abschluss gezählt; am Monatsultimo kann das einige Minuten dauern. Bei kritischen Abrechnungen daher bis zum 1. Kalendertag des Folgemonats warten. (PH 4.7)
Kennzahlen verwerten: Farbige Badges markieren die Abrechnungsart (Lizenz = grün, Volumen = blau, Test = grau). Quoten > 80 % sind Kandidaten für eine Budget-Erhöhung, > 100 % bereits Überschreitung. Für die Provisionsabrechnung gruppierst du die CSV nach Vertriebspartner. (PH 4.4/4.6)
✎ Frage: Warum ist eine rote Budgetquote für den Kunden ein Betriebsrisiko, nicht nur ein Reporting-Hinweis?

✓ Das hast du jetzt verstanden

Stufe 6 von 6

CSV-Export und Monatsabschluss

Aus Nutzung wird Abrechnung.

1Der CSV-Export

Der Button Exportieren lädt die Plattform-Nutzung als CSV herunter. (PH 4.5/4.6)

Dateiname
plattform-nutzung-JAHR-MM.csv (z. B. plattform-nutzung-202604.csv).
Trennzeichen
Semikolon (;) — für Excel DE-lokal.
Kodierung
UTF-8 mit BOM, damit Umlaute in Excel korrekt erscheinen.
Sonderzeilen
Σ = Zwischensumme je Vertriebspartner/Distributor; ### = Beginn eines Distributor-Abschnitts.

2Monatsabschluss-Rhythmus

  1. Monat und Jahr eintragen, Lade Abrechnung.
  2. Plausibilisieren: Testkunden, rote Quote, Nullaktivität.
  3. Exportieren und in Rechnungswesen/BI/Controlling übernehmen.
  4. Bei Kunden nahe Budgetgrenze eine Betreuungs-/Vertriebsaktion planen.
Laufende Betreuung — Turnus: täglich Feedback unter 3 Sternen sichten, wöchentlich laufende/abgeschlossene Services beobachten, monatlich die Plattform-Nutzung exportieren, quartalsweise Preise/Laufzeiten/Budgets mit dem Kunden abstimmen, jährlich Azure-AD-/Keycloak-Credentials rotieren und LLM-Provider-Tokens erneuern. (PH 5.5)
Compliance: Die Nutzungs-CSV enthält keine personenbezogenen Endbenutzerdaten — das ist gewollt. Keine Benutzerlisten in Partner-Reports kopieren; personenbezogene Details gehören in die organisationsinterne Nutzungsstatistik (Admin-HB Kap. 13) mit passender Berechtigung und Zweckbindung.
Rollentrennung & Audit: Nutze für Partner-Aufgaben einen separaten Admin-Account (starkes Passwort, 2FA), nicht denselben wie für den Endanwender-Alltag. Dein Wechsel in eine Kundenorganisation wird auditiert — informiere den Kunden vorab transparent. (PH 5.7)

Track P abgeschlossen!

Du kannst Kundenorganisationen kaufmännisch pflegen, Nutzung auswerten und den Monatsabschluss vorbereiten — und beherrschst die ganze Partner-Kette: Rolle (P1), Verwalten/Onboarden (P2), Verträge & Nutzung (P3). Für die Lernbestätigung gibt es den Track-P-Kompetenzcheck.

✎ Frage: Welche Daten gehören ausdrücklich nicht in einen Partner-Report?

✓ Das hast du jetzt erledigt

Kurz-Quiz

Sitzt der kaufmännische Workflow?

9 Fragen aus den Stufen 1–6. Kein Zertifikat — zur Selbstkontrolle. Beliebig oft wiederholbar.

Frage 1 von 9
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